
Über mich
Über mich
Mein Name ist Ingrid Nestle, ich war Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Steinburg – Dithmarschen Süd und Bad Bramstedt. Mit der Bundestagswahl 2021 bin ich zum dritten Mal in den Bundestag eingezogen und habe 2025 nicht erneut kandidiert.
Ich war Sprecherin für Klimaschutz und Energie der Grünen Fraktion und leitete unsere Arbeitsgruppe zu Klima- und Energiefragen. Damit konnte ich aktiv an der Umsetzung von 100% Erneuerbaren Energien arbeiten. Wichtig ist mir, dass wir mit sauberer und bezahlbarer Energie die Versorgungssicherheit erhalten.
Mein Weg in die Politik
Meine Begeisterung für Politik hat sich in der Jugendumweltbewegung entwickelt. Bevor ich andere aktive Jugendliche getroffen hatte, fühlte ich mich der großen Politik eher ausgeliefert: nur Zeugin von Problemen wie Umweltzerstörung und Armut. Die Arbeit in der Jugendgruppe hat für mich die Welt der Demokratie eröffnet. Gemeinsam haben wir uns für Klima und Natur eingesetzt und konnten so selbst Einfluss nehmen: mit Raddemos, Jugendkongressen, Aktionen auf der Straße oder Bildungswochenenden.
Bis heute liebe ich diese Möglichkeit, Einfluss zu nehmen und für meine Vorstellung des Miteinanders von Menschen untereinander und mit der Natur etwas zu bewegen. Ich bin glühende Anhängerin der Demokratie und unseres Grundgesetzes. Das bedeutet nicht, vor den Problemen die Augen zu verschließen oder alles an der heutigen Gesetzgebung richtig zu finden. Es bedeutet, demokratisch an ihrer Lösung zu arbeiten.
Schleswig-Holstein – Der Beginn eines neuen Kapitels
Nach meiner Schulzeit war für mich klar: Am Projekt Klimaschutz möchte ich weiterarbeiten. Daher entschied ich mich für das Studium „Energie- und Umweltmanagement“ in Flensburg. Bei diesem Studium zur Wirtschaftsingenieurin geht es aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln um die Frage, wie eine saubere, sichere und bezahlbare Energieversorgung in der Praxis funktioniert.
Während des Studiums bekam ich die Möglichkeit, ein sechsmonatiges Praktikum im Bundesumweltministerium (BMU) zu machen. Mit der deutschen Delegation nahm ich an der Klimakonferenz in Den Haag teil und konnte mitarbeiten in der Verhandlungsgruppe zum Thema „Kohlenstoffbindung in Böden und Pflanzen“. Obwohl die Tage auf der Konferenz übervoll waren mit Verhandlungen, habe ich sie in guter Erinnerung – auch wenn mich das Ergebnis der Konferenz traurig gestimmt hat.
Die Klimakrise beschäftigte mich auch während meiner Diplomarbeit. Ich reiste nach Indien, um dort Interviews zum Thema der globalen Verteilung von Klimaschutzbeiträgen zu führen. Neben der wissenschaftlichen Arbeit war eine wichtige Erfahrung der Reise, sehr bittere Formen der Armut direkt zu sehen.
Nach Abschluss meines Studiums bekam ich eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Flensburg und promovierte zu den externen Kosten der Klimakrise.
Bündnis 90/Die Grünen – Meine Partei
Zu den Grünen kam ich auf der Suche nach einer neuen pfiffigen Umweltgruppe, denn mit Beginn des Studiums und dem Umzug nach Flensburg konnte ich natürlich nicht in meiner alten Gruppe aktiv bleiben. Nach einer Zeit des Suchens fand ich sie bei den Grünen: Menschen, mit denen ich etwas bewegen konnte. Von 2003 bis 2005 war ich Vorstandsmitglied im Kreisverband Flensburg, 2004 bis 2005 Sprecherin der Grünen Jugend Schleswig-Holstein. Im Landtagswahlkampf 2005 organisierte ich eine Kampagne, in der ich konkret das Gespräch mit Nichtwählern und Nichtwählerinnen gesucht habe. Mein Wunsch war es herauszufinden, warum sie das Recht auf Mitbestimmung nicht wahrnehmen möchten, für das viele unserer Vorfahren so hart gekämpft haben. Noch heute ist es mir ein wichtiges Anliegen, das Politik sich um alle Menschen kümmert – nicht nur um die gut organisierten Interessenverbände.
Politik auf Bundesebene
2005 wurde ich Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Energie der Grünen und begann so mein bundespolitisches Engagement. Viele zentrale Entscheidungen der Energiepolitik werden auf Bundesebene gefällt, weshalb ich mich mittlerweile sehr für diese Politikebene interessierte. Denn in einer ambitionierten Energiepolitik liegt der Schlüssel zu einer klimafreundlichen Gesellschaft.
Im Mai 2008 wurde ich Spitzenkandidatin der Grünen in Schleswig-Holstein zur Bundestagswahl. Es folgte ein intensiver Wahlkampf. Zusammen mit Konstantin von Notz legten wir rund tausend Kilometer mit dem Fahrrad zurück, um für Grüne Stimmen zu kämpfen. Das Resultat: Mit 12,7% der Zweitstimmen konnten wir Grüne drei Abgeordnete nach Berlin schicken, eine mehr als zuvor.
Zurück nach Schleswig-Holstein
Im Frühjahr 2012 rief mich Robert Habeck an und fragte, ob ich mir vorstellen könne, bei ihm Staatssekretärin für Energiewende und technischen Umweltschutz zu werden – im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein. Meine Entscheidung fiel für die Regierungsverantwortung in Schleswig-Holstein und den Umzug nach Kiel.
Durch die Regierungsverantwortung konnte ich sehr praktisch an der Umsetzung der Energiewende arbeiten. Im intensiven Dialogprozess zum Aufbau neuer Stromleitungen ging es um ganz konkrete Fragen auf der Suche nach der besten Lösung für die Region und für bezahlbare Energie. In diese Zeit fiel auch die Geburt meines zweiten Sohnes – hier geht mein Dank an meine damaligen Chefs Robert Habeck und Torsten Albig, die mir zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik als Staatssekretärin ein Jahr Elternzeit ermöglicht haben.
Gegen Ende der Legislatur in Schleswig-Holstein habe ich mich entschieden, die Erfahrungen aus der Regierungsarbeit wieder auf Bundesebene einzubringen. Ich habe mich für Listenplatz 3 der Grünen in Schleswig-Holstein beworben und die Ehre erfahren, dass meine Partei mich aufgestellt und auch der Einzug in den Bundestag wieder geklappt hat. Jetzt als Mitglied im Kreisverband Steinburg habe ich mein neues Regionalbüro in Elmshorn eröffnet.
In der Grünen Fraktion war ich seit 2022 Sprecherin für Klima- und Energiepolitik, im Beirat der Bundesnetzagentur stellvertretende Vorsitzende. Ich arbeitete also weiter intensiv an meinem großen Thema: ernsthafter Klimaschutz und eine bezahlbare und sichere Versorgung mit sauberer Energie. Bei der Bundestagswahl 2025 habe ich nicht wieder kandidiert. Die Leidenschaft für Klimaschutz und Demokratie wird dadurch aber nicht gemindert. Wir haben die Welt von unseren Kindern nur geborgt – ich möchte, dass wir dieses Vermächtnis so gut wie möglich weitergeben können.
Ämter & Ausschüsse
Im Deutschen Bundestag habe ich folgende Ämter und Ausschussmitgliedschaften ausgeübt:
- Mitglied des Deutschen Bundestages seit Oktober 2017, wiedergewählt 2021. Davor bereits Mitglied des Deutschen Bundestages von Oktober 2009 bis Juni 2012.
- Sprecherin der Landesgruppe Schleswig-Holstein der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
- Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie sowie stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss und im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
- stellvertretende Vorsitzende im Beirat der Bundesnetzagentur
Mein Lebenslauf
- Mitglied des Deutschen Bundestages (seit Oktober 2017)
- Sprecherin für Klimaschutz und Energie der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
- Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie
- Co-Sprecherin der Landesgruppe Schleswig-Holstein der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
- Mitglied sowie stellvertretende Vorsitzende im Beirat der Bundesnetzagentur
- Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
- Stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss
- Mitglied des Deutschen Bundestages
- Sprecherin für Energiewirtschaft der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
- Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie
- Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur
- Sprecherin der Landesgruppe Schleswig-Holstein der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
- Mitglied des Deutschen Bundestages (bis zum 14. Juni 2012, frühzeitige Mandatsniederlegung aufgrund der Berufung zur Staatssekretärin im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Schleswig-Holstein):
- Sprecherin für Energiewirtschaft der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
- Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie
- Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
- Mitglied der Landesgruppe Schleswig-Holstein der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Staatssekretärin für Energiewende und technischen Umweltschutz im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (2012-2017)
- Mitglied im KV Steinburg seit 2017
- Sprecherin der BAG Energie (2005-2007)
- Listenkandidatin (Listenplatz 9) zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein (2005)
- Sprecherin der Grünen Jugend Schleswig-Holstein (2004-2005)
- Sprecherin des Kreisverbandes Flensburg (2004-2005)
- Mitglied im Vorstand des Kreisverbandes Flensburg (2003-2004)
- Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen (seit 2001)
- Studium an der Europa-Universität Flensburg: Energie- und Umweltmanagement (1998-2003)
- Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Europa-Universität Flensburg im Bereich Umwelt- und Energiepolitik und Energieökonomie (2004-2009)
- Promotion „The costs of climate change in the agricultural sector – A comparison of two calculation approaches”, Universität Flensburg und University of Cambridge, Abschluss Dr. rer pol. (2004-2012)
